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Leseempfehlung: Growth Hacker Marketing

growth hacker marketing - ryan holiday buchempfehlung

Aha, Growth Hacking, was ist denn das? Schon wieder ein neues Buzzword für die Marketing-Szene? So oder so ähnlich waren meine Gedanken als ich von Growth Hacking zum ersten Mal hörte. Warum ich Euch dennoch das Buch “Growth Hacker Marketing” von Ryan Holiday empfehle, lest ihr hier.

Doch vorweg.

Was ist Growth Hacking?

Growth Hacking ist nach Ryan Holiday eine Marketing Technik, welche vorrangig von Startups ohne Marketing Background und allzu großen Marketing Budgets eingesetzt wird und sich der Kreativität, der Analyse und sozialer Metriken bedient mit dem Ziel Produkte zu verkaufen.

Aaron Ginn etwa formuliert Growth Hacking so:

“The end goal of every growth hacker is to build a self-perpetuating marketing machine that reaches millions by itself.”

Oder anders gesagt: Es geht um die Gewinnung einer immens hohen Reichweite ohne klassischer Marketinginstrumente einzusetzen.

Andrew Chan etwa ergänzt diesen Ansatz und sagt:

“Growth hackers are a hybrid of marketer and coder, one who looks at the traditional question of “How do I get customers for my product?” and answers with A/B tests, landing pages, viral factor, email deliverability, and Open Graph.”

Wesentlicher Unterschied des Growth Hackings im Vergleich zum Marketings ist die Verschmelzung mit der Produktentwicklung. Während Marketing sich wenig mit dem Produkt selbst (auch wenn das Product ja eigentlich Teil der 4P’s im Marketing ist ;-)) beschäftigt, ist das Produkt essentieller Bestandteil im Growth Hacking. Growth Hacking beginnt quasi in der Produkentwicklungsphase und muss von Beginn weg “mitgedacht” werden.

Growth Hacking Best Practices

Growth Hacking selbst stammt als Begrifflichkeit aus den USA, wo es erstmals 2010 auftauchte. Als Growth Hacking Best Practice Beispiele können Hotmail, Dropbox oder auch Airbnb genannt werden.

Hotmail’s Email-Signatur

Hotmail wird oftmals als Vorreiter im Growth Hacking genannt, da der Email Provider zu Beginn seines Bestehens eine immens hohe Reichweite erzielte, indem es an jede von einem Hotmail Konto versendete Email folgende Signatur anhängte:

“PS: I love you. Get your free e-mail at Hotmail”

Dropbox’s Storage Erweiterungen

Dropbox tat sich zu Beginn ebenfalls mit klassischen Marketing schwer. So wurden zunächst klassische Marketing Kampagnen durchgeführt, wobei Dropbox letztendlich feststellen musste, dass für jeden Neukunden zwischen 233 und 388 Dollar aufgewendet werden müssen. Kurze Zeit später verfolgte Dropbox eine andere Strategie.

Die Strategie ihre User zu belohnen. Belohnt wurde der User mit mehr Cloud-Speicherplatz. Die Erhöhung des Speicherplatzes wurde dem User sehr simpel gemacht. So erhielt er etwa zusätzlichen Speicher, wenn er sich ein Tutorial Video (wie Dropbox funktioniert) angesehen hatte, oder einen Freund per Email zu Dropbox eingeladen hat, oder einen Facebook Post über Dropbox verfasste.

Alle diese Aktionen führten dazu, dass bestehende Dropbox Nutzer für eine noch höhere Reichweite sorgten indem sie den Dienst verstärkt nutzen und auch ihre Freunde davon in Kenntnis setzten. Binnen kürzester Zeit wuchs die Dropbox Mitgliedschaft auf mehrere Millionen User an. Eine wesentlich effizientere Aktion.

Airbnb’s Schnittstelle

Airbnb wird in der Growth Hacking Szene ebenfalls als klassisches Beispiel geführt. Grund: in der Anfangsphase von Airbnb konnte man durch eine Schnittstellenanbindung an Craiglist die eigene Reichweite erhöhen. Dazu sei erwähnt, dass Craiglist – eine zum damaligen Zeitpunkt wesentlich größere Plattform als Airbnb – derartige Anbindungen an das eigene Portal unterbunden hatte. Airbnb’s Entwickler fanden dennoch Möglichkeiten, sodass Airbnb Nutzer ihre Inserate auch automatisch auf Craiglist publizieren konnten.

growth hacker marketing - ryan holiday buchempfehlung

Neben den genannten Growth Hacking Beispielen gibt es noch eine Reihe weiterer Praxisbeispiele welche im Buch von Ryan Holiday angeführt werden. Spotify und die frühe Facebook-Anbindung ist etwa eine weitere davon. Das Buch ist mit einem Umfang von 150 Seiten nicht allzu lange, enthält dennoch einige interessante Anmerkungen und Beispiele welche zum Nachdenken anregen.

Ob “Growth Hacking” nun das traditionelle Marketing ablösen wird und “the next big thing” ist? Oder ob es doch nur ein Buzzword ist, dass in den kommenden Jahren auf den Konferenzen strapaziert wird? Man wird es sehen.

Ich empfehle dennoch allen Marketern unter uns einen Blick in das Buch “Growth Hacker Marketing” von Ryan Holiday zu werfen. Der Inspiration zuliebe.

 

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(digital) marketing is my passion & my dayjob
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