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Fitbit Flex – ein Selbstexperiment

Fitbit Flex Wristband neu - Ersatzband schiefergrau

Nach nun fast 1-monatiger Nutzung meines Fitbit Flex möchte ich mit Euch die Erfahrungen der letzten Wochen teilen. Das Fitbit Flex war mir in dieser Zeit ein ständiger Begleiter und ich konnte einige Vor-, aber auch Nachteile des Flex kennen lernen.

Doch zunächst ein kurzes Unboxing-Vine Video

Design des Fitbit Flex

Beginnen wir mit dem Design des Fitbit Flex. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Vielfach wird auch der Konkurrent Jawbone UP hinsichtlich des Designs wesentlich besser bewertet.  Da ich kein Jawbone UP habe, ist es für mich schwierig diesen Vergleich zu beurteilen.

Fitbit Flex vs Jawbone UP (c) businessinsider

 

 

 

 

 

Sagen kann ich, dass das Fitbit Flex einen sehr sehr guten Tragekomfort bietet, auf das Wesentliche reduziert ist und somit auch als kleines schickes Armband durchgehen kann. In manchen Bewertungen habe ich gelesen, dass das Jawbone UP diesen Tragekomfort nicht gewährleistet, da es aufgrund des “besonderen Designs” sich leichter vom Arm löst.

Aufgefallen ist mir, dass das Fitbit Flex etwas rasch einen “used”-Look bei normaler Nutzung (Büro, Studium, Sport) annimmt, d.h. es wirkt sehr rasch “gebraucht”. Dies sollte jetzt aber kein allzu großes Problem sein, da es mit einer kleinen Pflege (also mit Wasser ein wenig reinigen) wieder top ist.

Das Fitbit Flex sitzt in Summe sehr gut am Arm und die Gefahr, dass es sich mal loslöst ist sehr gering (es gibt das Flex übrigens in 2 Versionen – einmal für kleine, dünne Hände und einmal für größere Hände).

Features

Das Fitbit Flex besitzt eine Vielzahl an Features und Möglichkeiten. Nachfolgend findet ihr lediglich einen Auszug der aus meiner Sicht wichtigsten Funktionen.

Bluetooth-Sync

Das Flex ermöglicht einen drahtlosen Sync zwischen Armband und PC bzw. mobiler App. Es ist somit nicht notwendig das Gerät mit einem Kabel anzuschließen (außer man will den Akku laden ;-) ). Der Sync funktioniert eigentlich bisher problemlos. Das Armband wird meist rasch erkannt und die Daten werden binnen kürzester Zeit aktualisiert.

Achtet jedoch darauf, dass die mobile App nur für bestimmte Smartphones verfügbar ist.

Das Jawbone UP bietet diese Funktion nicht und muss zur Datenübertragung an den PC/das Smartphone angeschlossen werden.

iOS App

Als iPhone-Nutzer kann ich lediglich auf die iOS App näher eingehen. Ein Vergleich mit der Android App war mir bisher nicht möglich. Ich konnte jedoch in einigen Foren von vermehrten Problemen mit der Android-Version lesen.

Die App ist sehr übersichtlich gestaltet und bietet die wesentlichsten Daten auf einen Blick. Anzahl der Schritte, Strecken, verbrannte Kalorien aber auch die Schlafdaten (wie gut habe ich geschlafen, wie oft bin ich aufgewacht) können auf der “Startseite” der App eingesehen werden. Nützlich fand ich die Möglichkeit der Sortierung der Daten, d.h. es kann die Startseite selbst individualisiert werden und eine eigene Sortierung der Daten hergestellt werden.

Dashboard Fitbit Flex mobile iOS App

In den weiteren Reitern bietet die App die Möglichkeiten die Daten im Detail einzusehen, Aktivitäten aufzuzeichnen, den Schlaf aufzuzeichnen (wenn man vergessen hatte den Schlafmodus zu aktivieren) bzw. einzusehen, Mahlzeiten aufzuzeichnen, den Wecker zu stellen, etc.

Grundsätzlich bietet die App also eine Vielzahl an Möglichkeiten – es gibt jedoch ein paar Einschränkungen welche ich kurz erwähnen möchte.

  • Ich würde mir gerne eine genauere Darstellung des Tagesverlaufs wünschen. Im normalen Webdashboard gibt es die Möglichkeit sich den exakten Tagesverlauf (mit den zurückgelegten Schritten) anzeigen zu lassen. Diese Möglichkeit gibt es in der App leider noch nicht.
  • Leider habe ich einen kleinen Fehler in der App entdeckt: In der mobilen App ist das Datum falsch eingestellt – soll heißen, dass nicht der aktuelle Tag mit den Werten angezeigt wird (also heute z.B. 3.Juli – X Schritte Tag 3.Juli), sondern immer der Tag davor – jedoch mit Daten von heute (also 2. Juli – X Schritte).
    Im Dashboard werden die Daten vollkommen richtig angezeigt – weshalb es mich etwas verwundert das dies in der App nicht so ist. Ich habe versucht bzgl. diesem Problem mit Fitbit Kontakt aufzunehmen – eine Rückmeldung habe ich seit meiner Anfrage noch nicht erhalten.

Schlafmodus & Wecker

Als sehr nützliche Funktion betrachte ich den Schlafmodus und den stummen Alarm. Der Schlafmodus ermöglicht es, das eigene Schlafverhalten aufzuzeichnen. Wie häufig bin ich aufgewacht? Wie gut habe ich geschlafen?

Meinen_Schlaf_auf_Fitbit_verfolgen

Ein Vergleich der einzelnen Nächte ist sehr schön möglich und eine Analyse wie gut man geschlafen hat ebenso.
Anmerken möchte ich, das das Fitbit Flex zwischen Wach- und Schlafphasen unterscheidet, wobei “Wach” nicht direkt bedeuten muss, dass man in dieser Zeit tatsächlich wach war – es kann auch sein, dass man bloß einen unruhigen Schlaf hatte (also sich im Schlaf viel bewegt hat). Dies erklärt auch die an manchen Tagen sehr hohen Wach-Phasen, welche ich jedoch nicht bewusst wahrgenommen habe.

Um den Schlafmodus zu aktivieren ist es notwendig mehrere Male (5-6mal) auf das kleine “Display” mit den Fingern zu tippen. Dies funktioniert meist nicht auf Anhieb, sondern bedarf leider mehrerer Versuche. Einerseits positiv da der Schlafmodus nicht unbeabsichtigt aktiviert werden kann – andererseits etwas mühsam, wenn man den Schlafmodus tatsächlich aktivieren möchte.

Als sehr nützlich betrachte ich den stummen Alarm, welcher sich sowohl über die App als auch über das Dashboard aktivieren lässt.

Dashboard

Über das Dashboard (online aufrufbar) kann eine Vielzahl an Daten eingesehen werden. Weiters können Aktivitäten, Schlafphasen, Ernährungen, Gewicht, Tagebucheinträge, etc. aufgezeichnet werden.

Ich gebe zu, dass ich so gut wie keine manuellen Einträge selbst erstelle – ich sehe keinen Mehrwert  darin. Als weiterer Grund ist für mich der Faktor Usability zu nennen. Es ist zu umständlich die jeweiligen Mahlzeiten aufzuzeichnen. Weiters vermute ich ein Problem mit der Zuordnung der “Essens-Datenbank” mit den jeweiligen Einheiten. Es war mir z.B. nicht möglich eine Portion Nudeln mit 200 Gramm aufzuzeichnen – da die Verknüpfung Nudel + 200g nicht angenommen wurde.

Meine_Aktivitäten_auf_Fitbit_verfolgen

Viel spannender finde ich die grafische Veranschaulichung der zurückgelegten Schritte in der Wochen- oder Monatsübersicht, welche auch sehr gut gelungen sind. Kurzum: Das Dashboard bietet sehr viele Möglichkeiten, welche ich jedoch kaum nutze.

Soweit ich informiert bin, gibt es ein derartiges Online-Dashboard (für PC/Laptop) für das Jawbone UP nicht. Das Jawbone UP  ist lediglich mit der mobilen App verknüpfbar.

Akku

Die Akkulaufzeit des Fitbit Flex beträgt nach Herstellerangaben ca. 5 Tage. Meiner Erfahrung nach kommt das Flex beinahe an diese 5 Tage auch tatsächlich ran. In meinem Fall hielt der Akku meist ca. 4 Tage durch.

Anmerken möchte ich, dass es mir bisher 2 mal passiert ist, dass der Akku unbemerkt leer war und somit das Tracking ausgesetzt wurde. In meinen Fällen war es so, dass ich erst abends bemerkt habe, dass früh vormittags der Akku leer wurde. Ich werde zwar über Push Notifications am iPhone über den Akkuladezustand informiert – jedoch gehen diese bei mir weitgehend unter bzw. werden vernachlässigt. Ich würde mir deshalb eine “stärkere” Benachrichtigung (z.B. über Vibrationsalarm des Armbandes) wünschen, welche mich informiert, sobald der Akku leer wird.

Preis

Der Preis des Fitbit Flex beträgt aktuell knapp 100 Euro. Bei Amazon gibt es das Gerät um 99,95. Im Vergleich zum Jawbone UP und Nike Fuelband ist es somit das Günstigste unter den Armbändern, wodurch sich ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ergibt wenn man an die Menge an Funktionen denkt.

Fazit

Das Fitbit Flex bietet eine Vielzahl an Funktionalitäten und Möglichkeiten um den eigenen Alltag aufzuzeichnen. Auch wenn manche Funktionen bzw. Features noch ausbaufähig sind, stellt das Fitbit Flex das derzeit feature-reichste Armband (im Vgl. zu Jawbone UP oder Nike Fuelband) dar. Auch mit dem Design und Tragekomfort bin ich weitgehend zufrieden – das Fitbit Flex lässt sich so gut wie in jeder Situation tragen (auch deshalb, weil es wasserresistent ist).

Ausbaufähig ist definitiv die mobile App, wo ich mir die eine oder ander Funktion noch wünschen würde.

Update [7.1.2014]: Fitbit Flex – 6 Monate danach…

Nach über 6 Monaten eine kleine Ergänzung zur Nutzung meines Fitbit Flex. Ja, ich verwende mein Fitbit Flex Armband noch immer um mich selbst zu tracken. Doch ich muss gestehen – die Nutzung ist nicht mehr so intensiv wie zu Beginn. Dies ist aus meiner Sicht auf folgende Gründe zurückzuführen.

Akku

Die Akkulaufzeit schien für mich zu Beginn mit 4 Tagen ausreichend bemessen. Doch ich ertappte mich selbst bzw. ertappte mich eben leider nicht den Akku regelmäßig aufzuladen und so passierte es leider regelmäßig, dass der Akku leer wurde ohne dass ich davon mitbekam. Nach mehrmaligen App Update scheinen auch die Push Notifications mit Benachrichtigung über schwachen Akku nicht mehr zu funktionieren.  Meist dauerte es somit mehrere Stunden bis zu mehreren Tagen (durchschnittlich mehr als 1 Tag) bis ich wieder zu einem vollem Akku gelangte. Gerade wenn man unterwegs ist (z.B. auf Reisen, Ausflügen, Sport, etc.) und der Akku wird leer war es für mich meist nervig, da das Ladegerät nicht immer bei der Hand war.

Gebrauchspuren am Fitbit Armband

Auch haben sich bereits nach den ersten Monaten wesentlichen Gebrauchsspuren am Fitbit Flex Armband eingestellt. Ihr müsst wissen, ich bin kein Handwerker oder ähnliches, wodurch sich ein derartiger Verschleiß erklären würde. Nein – ich bin Büroarbeiter und Student (d.h. ich sitze sehr viel vor dem PC). Wie es deshalb passieren konnte, dass mein Gummiband erste Risse bekam kann ich leider nicht erklären. Ich stellte eines Tages fest, dass die Risse so groß geworden sind, dass das Armband ohne Reparatur in 2 Teile zerissen werden würde. Leider war es nicht nur ein Riss, sondern mehrere, wodurch als Notllösung Superkleber herhalten musste. Das Ergebnis könnt ihr am Bild untenstehend selbst betrachten. Es sieht nicht wirklich schön aus.

Gebrauchsspuren am Fitbit Flex Armband nach 6 monatiger Nutzung

Aus diesem Grund verwende ich seitdem das kleinere Armband welches im Standardpaket bei Kauf damals mitgeschickt wurde. Glücklicherweise passt dieses mir auch.

Update [24.1.2014]: Neues Fitbit Flex Wristband dank Fitbit Support

Nachdem ich per Twitter (Tweet unten eingebettet) mit dem Fitbit Support Kontakt aufgenommen habe, ging es relativ schnell.

  Sofort wurde auf meine Frage seitens Fitbit reagiert.

 

Nach kurzem Emailverkehr wurde mir ein Ersatz-Wristband zugesagt. Binnen kürzester Zeit wurde mir auch ein solches zugeschickt. Natürlich kostenfrei. Rechts am Foto ist das neue Wristband zu sehen.

Fitbit Flex Wristband neu - Ersatzband schiefergrau

Ein Dank an Fitibt für die rasche Abhilfe! So macht die Nutzung des Fitbit Flex gleich viel mehr Spaß!

Weiterführende Links:

Fitbit Flex bei Amazon
CNET Video: Fitbit Flex vs. Jawbone UP
Fitbit auf Facebook

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follow me on twitter @tompeham

1 reply
  1. Stijn Vogels
    Stijn Vogels says:

    I lost mine after 1 night a semi-wild partying. Apparently that plastic strap is not strong enough. Makes me wonder what will what the complaints will be once that super-expensive but only magnetically locked Apple Watch finally arrives.

    Reply

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